Reisebericht 2009
Bericht Brasilien Kombination Icaraizinho - Jericocoara
(17.10-01.11.09)
Mein Traumziel Brasilien; - jeder der dort war, ist
fasziniert und absolut wiederholungsgefährdet :) Warum
eigentlich?
München - Lissabon, Lissabon Fortaleza…..Einmal über den
„großen Teich“ hätte meine Oma gesagt. „Der Weg ist das Ziel“ sagte ich,
als es
galt die 6 Stunden Aufenthalt in Lissabon zu überbrücken und setzte mich
in den
„Aero Bus“ (zweite Bushaltestelle von links) Richtung Stadtzentrum.
Kosten
3.50€ p.P. Dauer ca. 30-40 min. Die Stadt ist wirklich sehenswert.
Viele
historische Gebäude, kleine Gassen, kleine Cafés, die antike Bummelbahn,
die
Burg direkt im Herzen der City und eine ewig lange Straße, in der man
von oben
bis ganz runter ans Meer sehen. Einen leckeren Cappuccino in einem der
kleinen
Cafés und schon muss man wieder zurück zum Flughafen…nur noch ein
Katzensprung
nach Fortaleza.
Gespannt und euphorisch düsen wir schnellstmöglich aus
dem Flieger. Der Mini- oder Privattransfer erweist sich als praktisch,
weil wir
sofort losfahren, sobald wir unsere Koffer hatten - keine Wartezeit.
Die Reise geht zum noch recht unbekannten Spot Icaraizinho.
2-3 Stunden muss man rechnen - Schlafen im Taxi
erlaubt… Spätestens wenn der Taxifahrer von der Hauptstraße Richtung
Icaraizinho
abbiegt, wird man wieder wachgerütteltJ.
Noch ne’ halbe Stunde und wir
sind am Les Alizes angekommen – direkt am Meer. Von der Anlage sieht man
nachts
nicht viel, aber es ist ein tolles Gefühl beim Einschlafen das
Meeresrauschen
und den Wind zu hören!!
Am nächsten Morgen durch einige Sonnenstrahlen und den frischen
Wind
geweckt, blinzelt man neugierig durch die Holzlammelen der Fenster.
Juhuuu, das
Meer, Palmen und Sandstrand! Und direkt vor dem Bungalow die Club
Ventos
Station mit alle den neuen Brettern und Segeln.
Ich glaube ein
Urlaubstag kann nicht schöner beginnen. Naja, wenn da nicht die
Zeitverschiebung
und die damit kurze Nacht nicht wäre. Die Uhr sagt viertel vor Zehn und
das
hieß: Raus aus den Federn und schnell zum Frühstück, bevor es nichts
mehr
gibt.
Das Buffet sieht sehr leer aus und wir befürchten schon, dass wir das
Frühstück verpasst haben. Aber siehe da, „Bon Jir“ lächelt uns ein Mädel
an und
trägt sämtliche frisch gebackenen Frühstücksleckereien wieder auf´s
Buffet.. Wir
sind einfach nur baff von dem unglaublichen Blick auf das Meer und den
Sandstrand - und dann noch das tolle Frühstück Die Fischer sortieren
ihre Netze
oder kommen vom Fischen zurück, Ochsenkarren zuckeln am Strand entlang,
und der
ein oder andere fährt mit dem Radl am Strand entlang zu seiner Arbeit.
Hier
bin ich richtig! Hier läuft die Uhr noch anders. Die ersten Versuche der
Verständigung auf englisch, deutsch oder französisch schlagen fehl. Zum
Glück
gibt es noch Hände und FüßeJ Ich hätte doch noch das kleine
Taschendictionary
deutsch - portugiesisch kaufen sollen.
Die Atmosphäre hier ist sehr locker
und familiär. Sofort unterhalten wir uns mit den wenigen Gästen des
Hotels und
der Surfstation über Wind, Material und die Vorteile und Tücken des
Reviers. Der
große Vorteil ist der schöne, je nach Wasserstand stehtiefe
Flachwasserbereich,
der durch das Riff entsteht. Der Bereich ist sehr von Ebbe und Flut
abhängig und
daher manchmal auch relativ klein (wird auch durch die angeleinten
Fischerboote
etwas begrenzt); allerdings habe ich noch nie sooo viele Powerhalsen und
Duck
Jibes im Urlaub geübt, wie hier. Man muss einfach Halsen, weil das Riff
kommt,
und wenn man fällt, dann kann man oft mit Beachstart wieder aufs Brett
und die
nächste Halse vorbereiten.
Die Tücke ist, dass es bei Ebbe nur eine relativ
schmale Ausfahrt durch das Riff gibt und hier Vorsicht geboten ist und
guter
Orientierungssinn.
Ein Stück weiter in Luv macht der Strand eine kleine
Biegung und hier weht der Wind sideshore mit mehr Power, so dass
nachmittags die
Surfer hierher gehen. Bei Flut kann man hier über das Riff heizen und es
gibt
oft schöne steile Wellen zum Springen.
Und das Beste zum Schluss: es sind
kaum Surfer auf dem WasserJ.
Was in Europa die Chill Out Sofa´s sind, sind
in Brasilien die Hängematten!! Meine eigene für mich reservierte hing
direkt vor
meinem kleinen Bungalow. Von dort aus kann man den Sonnenuntergang am
Horizont
genießen; sogar die Windräder machen dann eine gute Figur und lassen auf
einen
weiteren tollen Windtag hoffenJ
Der Ort ist klein und verschlafen; nur am
Wochenende kommen Einheimische mit großen Lautsprecherboxen und feiern
ein wenig
am Strand mit Musik und Caipirinha.
Für das Abendessen gibt es viel Auswahl.
Von gut und günstig bis ganz besonders fein und mit Meerblick und dafür
etwas
teurer ist alles dabei. Die Suche nach „Madame Yvonne“ ist ein
Klassiker, aber
lohnt sich; auch der „Absacker“ - Capirinha im Liegestuhl vom Aqua de
Coco!
Frische Säfte zum Frühstück, Surfen, chillen in der Hängematte unter
Plamen, Surfen, lecker Fisch Essen und zum Tagesabschluss einen
Caipirinha unter
Millionen von Sternen - für mich die perfekte Idylle zum Abschalten und
Urlaub
machen…
Es geht weiter zum absoluten Surfmekka Brasiliens. Jericoacoara.
Eine Reise von der Vergangenheit in die
Zukunft! Jeri ist ein kleiner aber gewachsener Ort; die Straßen sind aus
Sand,
die Häuschen klein und bunt. Hier spricht man meist auch englisch, es
gibt
Handynetz, Straßenbeleuchtung, kleine Shops mit Klamotten, Souvenirs
und
Surfsachen. Statt Ochsenkarren sieht man hier Strand-Buggy´s fahren. Der
Charme
und die Gemütlichkeit des ehemaligen Hippiedorfes sind erhalten
geblieben; Jeri
ist die perfekte Kombination aus super Surfrevier, der Ursprünglichkeit
eines
kleinen Fischerdorfes und brasilianischem Nachtleben.
Die Surfstation bietet
alles was das Herz begehrt. Schließfächer, Restaurant, Liegen/ Chill Out
Area,
Top Material und tägliches „After“-Surf- Programm. Unbedingt probieren
muss man
Acái - der Energieschub für den Surftag! Ob man den Pros beim Tricksen
zuschaut
oder selbst die Ersten Versuche in der Welle starte bleibt jedem selbst
überlassen.
Restaurants gibt es zur Genüge und oft auch Menü´s für zwei
Personen, was gut für den Geldbeutel und auch für die Figur ist. Mein
Favorit
ist das „Na Casa Dela“.
Die Nacht wird zum Tag, wenn die Einheimischen
Feierabend haben. Caipirinha, Musik und Tanz. Wer sich nach dem
Abendessen noch
bewegen kann und will, der ist hier gut aufgehoben.
Brasilien gibt uns einen neuen Surf- und
Kitespot nach dem anderen. Um auf dem Laufenden zu bleiben und
aktuellste Informationen für unsere Beratungsgespräche zu haben, bin ich
mit Bernd aus der Bonner Buchungsstelle im September 08 zu einer
längeren Inforeise aufgebrochen. Insgesamt haben wir uns 8 Spots
angeschaut und waren fast überall auf dem Wasser.
Nach wie vor ist die Anreise mit der TAP die einzige sinnvolle
Alternative, nachdem Edelweiß die Strecke eingestellt hat und die TACV
teilweise sehr unzuverlässig geflogen ist. Bernd ist in Frankfurt
gestartet, ich bin von Hamburg geflogen, in Lissabon haben wir uns
getroffen und sind sofort nach dem Einchecken in Richtung Innenstadt
aufgebrochen. Es galt ca. 7 Stunden Wartezeit zu überbrücken.
Das neuerliche Einchecken war notwendig, weil zu unserer Startzeit in
Deutschland die TAP Computer in Lissabon noch nicht online waren und so
ein Durchchecken nicht möglich war.
Die lange Wartezeit in Lissabon sollte man unbedingt für einen kurzen
Ausflug in die Stadt nutzen. Mit dem Bus dauert es ca. 45 Minuten bis
man mit der Linie 745 im Zentrum ist. Vom Zentrum zum Flughafen hat es
dann nur 30 Minuten gedauert. Taxen sind kaum schneller, funktionieren
aber selbstverständlich auch.
Wer 100km oder mehr vom Abflughafen in Deutschland entfernt wohnt, hat
die Möglichkeit den TAP Service in Anspruch zu nehmen und eine
kostenlose Zwischenübernachtung in Lissabon zu nutzen. Dann reist man am
Vortag an, kann in aller Ruhe in einem TAP Stadthotel übernachten und
dann am nächsten Tag gemütlich den zweiten Teil der Strecke angehen. Die
Hotels sind auf Anfrage, aber in der Regel bekommen wir eine
Bestätigung dafür. Die ansonsten anstrengende Anreise wird so deutlich
entspannter.
Der Flug auf der Hauptstrecke von Lissabon nach Fortaleza war entspannt.
Die Maschinen sind gepflegt, der Sitzabstand ok und der Service ist
halbwegs in Ordnung.
Wir hatten uns in Fortaleza ein Auto gemietet. Einen einfachen Fiat
Palio (Polo-Klasse) und entgegen anders lautenden Aussagen sind wir
damit überall hingekommen, auch bis nach Jericoacoara und Prea. Aber
dazu später mehr. Die Mietwagenpreise sind vergleichbar und in Ordnung.
Wichtig ist, dass man kurz vor der Abgabe in Fortaleza noch einmal durch
die Waschstraße fährt und den Wagen voll tankt, das spart Extrakosten
bei der Abgabe.
Als erste Station hatten wir uns Uruaú ausgesucht. Es liegt
ca. 75 Kilometer südlich von Fortaleza in der Nähe von Beberibe. Es ist
nicht ganz einfach aus Fortaleza heraus zu finden, deshalb macht es Sinn
schon in Deutschland nach einer guten Karte zu schauen oder die Route
bei google maps zu planen. Wenn das nicht hilft, nimmt man sich ein
Motorrad Taxi und lässt sich bis zur CE 040 führen, von dort ist es dann
kein großes Problem mehr, Uruaú zu finden. Wer einen Transfer gebucht
hat, ist natürlich fein raus.
Wer während seines Brasilien Aufenthalts mehrere Spots abfährt, ist
flexibler und günstiger mit dem Mietwagen unterwegs.
In dem von uns besuchten Teil von Brasilien, der Region Ceará, wird
es in den Monaten August bis Januar immer gegen 18 Uhr dunkel, so waren
wir am Ende im Dunkeln unterwegs, was die Fahrt nicht erleichtert hat,
aber wirklich kein großes Problem darstellte. Kurz bevor wir vom Highway
zum Strand abbiegen mussten, zeigte ein großes Schild von „Pro Kite
Brasil“ an, dass wir es gleich geschafft hatten.
Ehrlich gesagt hatten wir erwartet an ein mehr oder weniger verlassenes
Stückchen Strand geleitet zu werden und waren sehr angenehm überrascht,
als wir in das kleine Örtchen einliefen. Gigi und Ricardo saßen schon in
der Bar an der Hauptstraße und haben auf uns gewartet. Von dort zur
Pousada Villagio Tudo Bom sind es nur ein paar Meter und wir waren
angekommen. Die großzügige Anlage liegt an einem Hang ca. 300 Meter vom
Wasser entfernt. Ein Haupthaus mit Frühstücksbereich und Swimming Pool
wird durch 5 Pousadas ergänzt. In jeder der Pousadas gibt es einen
großen Gemeinschaftsraum mit Küche. Darum gruppieren sich vier
großzügige Doppelzimmer, die auch mit drei Personen belegt werden
können. Vor den Pousadas gibt es eine große Terrasse mit Hängematten,
Stühlen und Sofas. Sehr lässig und von den oberen auch mit perfektem
Blick auf´s Wasser. Die Doppelzimmer sind alle mit Dusche / WC
ausgestattet, so dass man genug Privatsphäre hat und den
Gemeinschaftsraum als prima Ergänzung nutzen kann. Sowohl Pärchen als
auch kleine Gruppen sind perfekt untergebracht, wenn man etwas Community
haben möchte.
Unsere zweite Unterkunft liegt direkt am Wasser neben der Kitestation.
Die Pousada Zebra Beach hat entgegen unserer Beschreibung im Katalog
nicht einen Stern sondern mindestens 2 Sterne plus. Sehr sauber, sehr
gemütlich, direkt am Strand, mit kleinem Garten, offenem
Frühstücksbereich und einer kleinen Dachterrasse zum Träumen. Einen Pool
gibt es nicht, braucht es aber auch nicht, weil der genau ein
Grundstück daneben, auf dem Gelände der Kitestation, zu finden ist.
Trotz des Fluges und der langen Anreisezeit wacht man am ersten Morgen
aufgrund der Zeitverschiebung sehr früh auf und fühlt sich auch fit. Und
das ist auch gut so, denn es erwartet einen ein richtiges Highlight.
Die Station von Pro Kite Brasil ist schon eine kleine Perle. Ich habe
noch selten eine Station gesehen, die ein paar Tage nach ihrer Eröffnung
so perfekt hergerichtet war wie die von Gigi und Ricardo. Die beiden
Italiener haben vor 10 Monaten die Stelle entdeckt und dann innerhalb
kurzer Zeit die Genehmigungen und Verträge klar gemacht. Respekt, denn
wir sind in Brasilien!
Auf dem Gelände einer ehemaligen Pousada befindet sich ein Restaurant
mit Terrasse, Swimming Pool, Stationsgebäude, Garten, Dusche und
sanitären Anlagen. Und alles tip top gepflegt. Schaut Euch die neue
Bildergalerie von Uruaú an.
Gigi war 7 Jahre Kitekoordinator bei Rene Egli auf Fuerteventura.
Ricardo hat an etlichen Kitestationen und zuletzt ebenfalls auf Fuerte
gearbeitet. Sie werden durch Camila, die den Shop leitet und durch
Daniel, den österreichischen Kitelehrer ergänzt. Ab Dezember wird Daniel
durch einen deutschen Kitelehrer (Christoph) ersetzt.
An der Station gibt es neben Storage und Shop noch eine Werkstatt, ein
Motorboot und einen Buggy. Im Verleih und bei der Schulung wird Material
von Cabrinha eingesetzt. Alles neu und alles sehr gepflegt.
Vor der Tür nach Lee gibt es eine kleine Anfängerlagune, die
tidenabhängig mehr oder weniger groß wird und das offene Meer mit
sideonshore Wind von rechts. 5 Buggyminuten entfernt gibt es eine
Süßwasserlagune mitten in weißen Sanddünen mit einem Palmenwald auf der
gegenüberliegenden Lagunenseite. Ein perfektes Freestylerevier! Ca. 20
Buggyminuten entfernt bildet sich bei Flut an der Flussmündung des Nova
die riesige Flachwasserlagune Barra Nova. Dort geht es für Kiter richtig
zur Sache. Größtenteils stehtief und bei Flut riesig groß hat man hier
richtig Spaß. Fischrestaurants direkt an der Lagune bieten einheimische
Spezialitäten, Fisch, Fleisch, Gemüse, alles was man für einen
entspannten Kitetag braucht. Entweder man lässt sich mit dem Buggy
direkt nach Barra Nova shuttlen, oder man kombiniert eine begleitete
Downwindsession mit dem Lagunenkiten.
Bernd und ich waren schnell überzeugt, dass wir mit Uruaú einen
richtig guten Kitespot gefunden haben, der eine Menge Potential für die
Zukunft hat und mit den beiden Stationsleitern auch noch über großes
Spaßpotential verfügt. Wenn alles gut läuft, werden die beiden in der
kommende Saison auch noch eine Windsurfstation aufbauen. Wir halten Euch
darüber auf dem Laufenden.
Von Uruaú ist es nicht mehr weit nach Parajuru. Dort wird
Thomas Beckmann vom Kiteboarding Club El Gouna eine neue Station
aufmachen. Noch ist davon nichts zu sehen, aber der Spot selbst ist
interessant. Durch Ebbe und Flut bildet sich innerhalb einer
vorgelagerten Sandbank ein Flachwasserbereich. Wir waren nur kurz dort,
um uns einen Eindruck zu verschaffen, deshalb können wir noch nicht zu
viel dazu sagen. Aber wir bleiben natürlich am Ball!
Von Uruaú sind wir dann nach Cumbuco aufgebrochen. Der wohl
bekannteste Kitespot in Brasilien liegt vor den Toren Fortalezas ca. 25
km nördlich des Flughafens. Die kurze Transferzeit ist einer der
Pluspunkte von Cumbuco, aber auch die große Auswahl an Unterkünften,
guten Kitestationen und die Möglichkeit am Abend auch mal unterwegs zu
sein zeichen den Spot aus.
Bei den Unterkünften haben wir uns auf die Strandhotels Duro Beach, Eco
Paradise und Windtown konzentriert. Bei den Kitestationen arbeiten wir
mit Kiteline Brasil von Christof Lemberg und der Brunotti Station im
Windtown zusammen. Beide Stationen sind professionell geführt und bieten
das volle Programm: Schulung, Verleih, Downwindsession, Ausflüge zur
Cauipe Kitelagune. Besonders erwähnenswert ist Christofs Schulung. Hier
haben wir immer eine super Resonanz von den Gästen und auch jetzt als
wir vor Ort waren konnten wir uns selbst davon überzeugen, dass sich
Christof hier immer besonders viel Mühe gibt!
Mit dem relativ neuen Hotel Duro Beach haben wir eine prima Ergänzung
zu den beiden anderen Stammhäusern gefunden. Südlich des Zentrums
gelegen bietet das kleine 25 Zimmer Hotel einen guten Standard. Die
Zimmer sind zwar ohne Klimaanlage, aber mit einer guten natürlichen
Belüftung ausgestattet. Safe, Ventilator, Kühlschrank und TV sind
Standard. Fast von jedem Balkon hat man Meerblick. Die ebenerdigen
Zimmer mit Terrasse müssen durch die Palmen hindurchlinsen, also auch
fast Meerblick. Das Frühstück wird im Garten an einem großen
Gemeinschaftstisch serviert, sehr lässig! Und war wie eigentlich überall
sehr üppig und gut. Momentan noch kostenlose Kitelagerboxen sind
ebenfalls vorhanden. Man ist also nicht zwingend auf die Stationen
angewiesen. Wir empfehlen dies aber nur erfahrenen Kitern. Die
Entfernung zum Kiteline Center von Christof beträgt knapp 500 Meter.
Das Eco Paradise, ebenfalls direkt am Wasser und sehr zentral gelegen,
ist eines der größeren Häuser in Cumbuco. Mit ca. 70 Zimmern haben wir
hier auch in der Hochsaison noch die Chance, ein Zimmerchen zu bekommen.
Die Zimmer selbst sind sehr groß und in zwei Räume geteilt. Es lässt
sich also bequem auch mit drei oder vier Personen belegen. Leider hat
man nur eingeschränkten Meerblick, weil die beiden Flügel quer und nicht
frontal zum Meer ausgerichtet sind. Dafür kann man bei Buchung ansagen,
ob man ein Doppelbett oder zwei Einzelbetten haben möchte, durch die
große Anzahl der Zimmer und bei rechtzeitiger Buchung bekommen wir das
in der Regel dann auch bestätigt.
Sehr angenehm entwickelt hat sich das Windtown. Gab es im ersten Jahr
noch Stress mit einer illegalen Baustelle auf dem Nachbargrundstück, ist
nun Ruhe eingekehrt, und der Holländer Rainier hat ein schickes
Plätzchen entwickelt. Die 12 Zimmer sind sehr offen und kommunikativ
gestaltet. Es gibt viele gemeinsame Plätze an denen sich die Gäste
aufhalten und entspannten Urlaub genießen. Ganz neu ist der Spa und
Massage Bereich auf dem Dach des Hauptgebäudes. Tipp!
Die Cauipe Lagune ist ca. 10 Buggyminuten entfernt und war wieder einmal
ziemlich voll. Selten haben wir so viele Schirme am Himmel gesehen wie
dort. Gerüchte über mangelhafte Wasserqualität hin oder her. Hier geht
die Post ab. Schaut auch dazu die neue Bildergalerie Cumbuco an.
Natürlich haben wir uns auch noch einige andere Kitecenter und Hotels
angeschaut, wenn Ihr also Fragen zum Golfino, Cumbuco Beach oder zur
HiLife Station habt, meldet Euch einfach.
Unser Fazit: Cumbuco wird trotz der vielen neuen Alternativen
einer der Top Spots in Brasilien bleiben. Die Nähe zum Flughafen, die
gute Infrastruktur mit zahlreichen Restaurants und Bars und die gute
Auswahl an Hotels und Stationen sind eine Garantie für einen gelungenen
Kiteurlaub. Und wie überall in Ceará: der konstante Wind von Ende August
bis Mitte Januar. Hier muss also noch etwas umgedacht werden. Wer
Cumbuco nur im November einplant, nimmt sich selbst ein Menge
Optionen.
Bevor wir weiter nach Flecheiras gefahren sind, haben wir einen
Abstecher nach Lagohinha gemacht. Immer wieder hört man, dass es
dort gute Kitebedingungen gibt. Als wir dort waren haben wir leider
keine Kiter getroffen und geben deshalb nur unsere eigene Meinung
wieder.
Die wunderschöne Bucht mit den roten Felsen ist klasse und wird nur noch
durch die Villa Lagohinha getoppt. Das unter Schweizer Leitung stehende
Guesthouse ist schon sehr edel. Der perfekt gepflegte Garten hört
direkt an der Steilküste auf. Als einziges Möbelstück steht eine riesige
Teakholzbank im Garten, von der man einen phantastischen Blick über die
Bucht hat. Die Zimmer sind sehr geschmackvoll eingerichtet und
gestaltet. Da es keine Station in Lagohinha gibt, muss man sein eigenes
Material mitbringen.
Wir denken, dass eine Gruppe von Freunden dort einen super schönen
Kiteurlaub verbringen kann, ansonsten wird man durch die wenige
Infrastruktur kaum Abwechslung finden. Als Etappenziel für eine kleine
Rundreise entlang der Küste ist Lagohinha gut geeignet und gehobene
Ansprüche an die Unterkunft werden hier sicher erfüllt.
Beachtet die neue Bildergalerie Lagohinha.
Flecheiras ist der erste Spot an dem wir sowohl Windsurfen als
auch Kiten konnten.
Schon die Anfahrt nach Flecheiras lässt einem das Herz schneller
schlagen. Weiße Sanddünen und kräftiger Wind sind die ersten Eindrücke
die man einfängt wenn man durch Barnina Richtung Flecheiras fährt. Alles
wirkt sehr aufgeräumt und sauber, vielleicht liegt es an der neu
gemachten Straße oder den Bürgersteigen (in Brasilien Bürgersteige!),
alles wirkt sehr einladend und freundlich. Gleich am Ortseingang steht
die gepflegte und top ausgestattete Planet Station von Patrick Steiger.
Viele kennen den sympathischen Schweizer aus Mykonos oder Sal. Er hat
sich am Strand von Flecheiras „seine“ Station gebaut. Auf dem Gelände
des Nootka Beach Hotels (früher Solar das Velas) befindet sich nicht nur
die Surfstation sondern auch die Planet Kitestation.
Das Hotel hatte in den letzten beiden Jahren nicht immer die besten
Kritiken bekommen. Aber mit der Umbenennung gab es nun neue Ideen und so
wurde in diesem Jahr der gesamte Eingangsbereich mit Rezeption,
Frühstückgelände, Restaurant, Entree und Shop renoviert und neu
gestaltet. Sehr geschmackvoll und in Kombination mit dem großen Garten
eine richtig runde Geschichte. Die oberhalb am Hang liegenden Zimmer
sind nach wie vor schlicht und einfach, aber sehr sauber und vor allem
der Blick in die Bucht entschädigt für den mittleren Standard. Sasha die
deutsch sprechende Managerin aus England hat uns zugesichert, dass nach
der Saison die Zimmer renoviert werden und dann wird es sicher ein drei
Sterne plus Haus werden.
Das zweite Hotel, das wir im Programm haben, ist das luxuriös und
künstlerisch gestaltete Orixas. In der Vergangenheit gab es 6 oder 7
Zimmerkategorien - das wird sich zum Glück bald ändern und dann gibt es
nur noch 4 Kategorien. Wir haben uns die Zimmer genau angeschaut und wer
das, zugegebener Maßen nicht gerade billige Hotel, in die engere
Auswahl nimmt, sollte dringend mit uns telefonieren. Wenn schon denn
schon.
Das Revier von Flecheiras funktioniert von Juli bis Januar und ist
durchaus anspruchsvoll. Beachstartaspiranten müssen eine Menge
Motivation mitbringen. Wasserstart ist eigentlich Pflicht und Kiter
müssen auch bei stärkerem Wind und kurzen, steilen Wellen klar kommen.
Aber dann macht es richtig Spaß. Die ersten 100 Meter gibt es einen
leichten Luvstau und der Wind ist etwas böig, vor allem Kiter merken
das, aber draußen ist der Wind dann frei und schön konstant. Je nach
Tidenstand geht das Wasser bis zu 40 Meter zurück und man muss etwas
weiter zum Wasser laufen. Die Wellen sind oft kurz und steil, springen
ist also ein Traum und dadurch dass die Welle nicht zu hoch wird, können
Freestyler perfekte Manöver zeigen. Kiter weichen gerne etwas nach Lee
aus, weil dort die Welle bis an den Strand läuft und kein Luvstau
herrscht. Das die schmale Straße die Station und Beach Club/Strand
trennt ist kein Problem. Die wenigen Autos, die dort fahren hat man im
Blick und da der Weg zum Wasser eh nicht so weit ist, sollte man sich
durch anderweitige Darstellungen nicht verunsichern lassen.
Der Ort Flecheiras hat alles was man zum Urlaub machen braucht.
Etliche Restaurant haben neu eröffnet, die Auswahl kann getrost als
riesig bezeichnet werden. Dazu jeden Menge Bars und, ganz neu, eine
Diskothek. Auch hier setzt sich der aufgeräumte und nette Charakter
fort, den wir schon gleich zu Anfang hatten. Für uns machte das alles
einen typisch südamerikanischen Eindruck. Lässig und verschlafen genug
um sympathisch und gastfreundlich zu wirken und durch die professionell
arbeitende Station und das funktionierende Hotel eine richtig gute
Alternative zu den anderen Spots an denen man Kiten und Surfen kann.
Der nächste Spot ist schwer auf der Karte zu finden. Icaraiziho
wird oft nur als Icarai beschrieben und es gibt mehrere Iracais entlang
der Küste. Unser Icaraizinho liegt 5 km südlich von Moitas und ca.
160 km nördlich von Fortaleza Airport.
Auch hier merkt man, dass man in Südamerika ist. Staubige Straßen,
Palmen, Wind, Pferde auf den Straßen, und die Menschen liegen mittags in
der größten Hitze in ihren Hängematten und dösen dem Abend entgegen.
Diese Stimmung hat uns immer wieder gefesselt und neben den tollen
Stränden war das ein prägendes Element unseres Brasilientrips.
Am Strand angekommen pfiff uns gleich wieder der Wind um die Ohren, und
wir machten uns sofort auf den Weg ans Wasser. Die Station von Club
Ventos hat gerade neues Surfmaterial bekommen und sollte in den nächsten
Tagen aufgebaut werden. Dann werden ca. 30 Boards und 60 Segel bereit
stehen. Eduardo, eine englisch sprechender Franzose, leitet die Station
und kennt sich bestens in der Gegend aus. Er hat uns gleich am ersten
Tag die Lagune an der Flussmündung gezeigt. Wieder eine dieser super
schönen Flachwasser Lagunen, die das Kiten so entspannt machen. Hier
noch durch ein tolles Naturschauspiel verstärkt, weil sich vorne die
weißen Sanddünen auftürmen, während auf der anderen Lagunenseite der
Mangrovenwald eine grüne Wand bildet. Aber zurück zum Revier in
Icaraizinho. Der Wind kommt sideoffshore von rechts. Oberhalb bildet
eine Riffkette eine natürlich Barriere für das Wasser. Bei absolute
lowtide ist das Wasser so flach, dass man gerade noch über das Riff
hinweg fahren kann, bei auflaufendem Wasser bildet sich hier eine Welle,
die max 1 Meter hoch wird, aber schön steil ist. Wer nicht über die
Wellen fahren möchte, hat genügend Platz um unterhalb frei nach draußen
zu fahren. Eine Bojenkette markiert diesen rifffreien Bereich. Noch
weiter in Luv gibt es eine zweite Wellenkette, die höher ansteigt, hier
kann es laut Eduardo an guten Tagen bis zum 2,5 Meter hohe Wellen geben.
Aber auch dort muss man bewusst hinfahren und etwas aufkreuzen.
Dadurch, dass die Bucht sehr tief ist, ist das Revier absolut
ungefährlich und ein Traum von einer Bucht: Palmen, die im Wind wiegen,
heller Sandstrand, Segelboote mit weißen Segeln auf dem Wasser, klasse!
Die Unterkünfte sind direkt am Strand (außer dem Hibisco, das liegt in
zweiter Reihe genau hinter dem Agua de Coco ).
Das Les Alizes hat die meisten Zimmer, deshalb ist die Chance hier ein
Zimmer zu bekommen, besonders groß. Die Bungalowzimmer sind nett
gemacht, schön geräumig, mit einer Klimaanlage ausgestattet und einer
schönen Terrasse. Der Pool ist klein, aber ausreichend, das Restaurant
ist gleichzeitig der Frühstücksplatz und liegt etwas erhöht mit tollem
Blick in die Bucht.
Das Hibisco ist eine kleine Anlage mit drei Zimmern und einem kleinen
Appartement. Unter Schweizer Leitung wird es sauber geführt und bietet
Ventilator, Terrasse oder Balkon mit Hängematte und kleinem Kühlschrank.
Zur Station geht man 2 Minuten.
Das Agua de Coco wird von der Schweizerin Helena und dem Brasilianer
Thomae geleitet. Die beiden haben drei wunderschöne Holzchalets gebaut,
die sie selbst betreuen. Hier steckt viel Liebe in der Anlage und die
beiden sind zwei tolle Typen. Thomae ist Computerfreak und wenn er nicht
hinter seinem Laptop sitzt, ist er mit seiner Kamera unterwegs und
macht super schöne Bilder (einige davon sind in der neuen Bildergalerie
Icairazinho zu sehen). Direkt am Strand haben die beiden ein kleines
aber feines Restaurant eröffnet. Auf einer erhöhten Terrasse sitzt man
über dem Strand von Icaraizinho und genießt bestes argentinisches Filet
oder fangfrische Langusten oder Fisch. Da es insgesamt nur 5 Restaurants
gibt, müssen wir jetzt nicht extra darauf hinweisen, dass man dort
gegessen haben muss!
Für kleine Gruppen bieten wir auch noch das Sunset Chalet an. Es liegt
auf dem höchsten Punkt der Düne, ca. 1500 Meter vom Surfcenter entfernt
und wenn für die anderen Unterkünfte am Strand die Sonne schon
untergegangen ist, sitzt man dort oben in seiner Hängematte und genießt
die untergehende Sonne noch etwas länger.
Unsere Meinung: Auch Icaraizinho ist ein Ort der sich noch
entwickelt. Die Infrastruktur ist aber schon so gut, dass man dort einen
tollen Surf- und Kiteurlaub verbringen kann. Wer ursprüngliches mag,
sich mit 5 Restaurants und 3,4 Bars den Urlaub gestalten kann, der ist
hier gut aufgehoben. Die Bucht ist ein Traum, das Surf- und Kiterevier
anspruchsvoll, aber sehr sicher. Spätestens zur nächsten Saison wird
hier einiges Neues entstanden sein und die Zahl der Wiederholer wird
groß werden
Neu im Programm bei SUN+FUN ist die Ilha do Guajiru. Zugegeben, es
gibt zig Guajirus an der Küste von Ceará, sogar ein Guariju gibt es. Wir
meinen das Guajiru bei Itarema, ca. 230 km nördlich vom Flughafen
Fortaleza. Besser man orientiert sich am Namen des Strandes: Praia da
Barra! Dann wissen auch die Einheimischen nach was man sucht.
Im Moment gibt es noch nicht all zu viel in Guajiru. Es hat ein paar
funktionierende Unterkünfte, die Kitestation folgt im Oktober. Es gibt
momentan noch keinen Ort, kaum Bars und Restaurants. Also dringend mit
uns sprechen, bevor Ihr Euch für Guajiru entscheidet. Wir werden diesen
Spot sehr genau beobachten, denn er kann eine ganze Menge. Hier kann
innerhalb kurzer Zeit Großes entstehen.
Wir hatten Glück, weil wir gleich nach unserer Ankunft auf den Parkplatz
der Pousada Lagoa Beach eingebogen sind. Am ersten Tisch saß Clemens
Bolte, Surfer der ersten Stunde und mit allen wichtigen Leuten der
damaligen Surfszene auf Du und Du. Heute kitet er mehr als er surft, was
vor allem daran liegt, dass er zig Jahre in Tarifa verbracht hat und
dort genug in den Wellen herumgetobt ist. Er hat die kleine Pousada
Lagoa Beach gekauft und bringt sie im Moment auf Vordermann. D.h. die
Zimmer sind sauber, einfach eingerichtet, aber alles funktioniert.
Abends gibt es ein ordentliches Essen und morgens steht Frühstück auf
dem Tisch. Im Moment ist alles noch sehr basic, aber wie schon oben
erwähnt, das wird alles noch besser. Neben Clemens Grundstück in Luv
liegt die Pousada Portal da Barra und wieder ein Grundstück weiter die
Pousada do Toca. Auch sie funktioniert schon, die Renovierungsarbeiten
sind zwar noch nicht abgeschlossen, aber die Zimmer, die fertig sind,
sind einfach aber nett. Das Windvillage ist noch im Rohbau. Die
Fertigstellung soll Ende Oktober sein, aber da wir in Brasilien sind
lassen wir uns überraschen. Klasse ist die Casa da Bruxa, die leider
viel zu wenig Zimmer hat und deshalb immer schnell ausgebucht ist. Sie
hat schön gestaltete Zimmer in drei Pfahlbungalows, die ein tolles
Robinson Crusoe Feeling vermitteln.
Das Revier ist eine riesige Flachwasser Lagune in der man, je nach
Tidenstand, mehr oder weniger Stehbereich hat. Hier hätten alle die
Kiter aus Cumbuco deutlich mehr Platz als auf der Cauipe Lagune. Dazu
gibt es die Möglichkeit, etwas aufzukreuzen und dann am so genannten
Secret Spot in die Welle raus zufahren. Auch Windsurfer, die keine Welle
mögen, werden hier ideale Flachwasserbedingungen vorfinden - Freestyle
at its best!
Guajiru ist in diesem Winter nur etwas für echte Explorer, die auf
jeglichen Luxus verzichten können, sich mit einfachsten Unterkünften
begnügen und denen es auch nichts ausmacht, wenn sie zum Einkaufen die
5, 6 km nach Itarema fahren müssen. Ein Mietwagen macht hier Sinn, oder
man testet es mal für zwei, drei Tage an und fährt dann weiter nach
Icaraizinho, Prea oder Jericoacoara. Wer keinen Mietwagen hat kommt für 5
Reals (ca. 2 Euro) mit dem Motorrad-Taxi nach Itarema. Saison auch hier
von Ende August bis Januar, teilweise starker Wind, ein 6er oder 8er
Kite sollte im Gepäck sein.
Préa stand als nächster Spot auf dem Programm. Auch hier wird
Windsurfen und Kiten angeboten. Es gibt einen Club Mistral mit
angeschlossener Skyrider Kitestation, das Windsurfcenter von Eduardo
Giudici und dem Rancho do Kite vor der Rancho do Peixe.
Geleitet wird die Mistral Basis von Marco Berger, assistiert von den
beiden Brasilianern Chris und Jair, die beide perfekt Englisch sprechen.
An der Bar arbeitet die Kanadierin Jessica. Der CM bietet die gewohnt
hohe Qualität an Material. Boards, Segel und Kites sind perfekt auf die
Bedingungen abgestimmt. Die neuen Waveboards von Mistral gehen super
gut. Bernd und ich hatten ein paar sehr schöne Stunden auf dem Wasser.
Das Revier in Prea ist mäßig anspruchsvoll. Wasserstart sollte man
beherrschen, dann hat man viel Spaß und kann sich so richtig austoben.
Die Wellen laufen kurz und unregelmäßig, trotzdem gibt es immer wieder
die Möglichkeit zu springen oder auch mal ein paar turns in die
laufenden Wellen zu fahren. Kiter lieben die Downwinder und werden mit
dem Buggy begleitet und zurückgeshuttelt. Sportlich ist also alles zum
Besten bestellt.
Bei den Unterkünften hat man derzeit die Wahl zwischen der Vila Prea und
der Rancho do Peixe. Beide Häuser bieten gehobenen Standard, wobei die
Rancho do Peixe noch etwas beeindruckender ist. Auf einem riesigen Areal
stehen die Holzbungalows zur Land- und zur Meerseite verteilt. Ein
wunderschöner Swimming Pool mit diversen Chill Out Zonen und die Bar mit
Frühstücks- und Restaurantbereich sind so auf dem Gelände platziert,
dass man von jedem Bungalow schnell an Ort und Stelle ist. Alles ist
äußerst geschmackvoll und mit Liebe zum Detail hergerichtet. Der Knüller
sind die Zimmer/Bungalows selbst. Platz ist Luxus war die Devise als
man hier an die Planung ging. So kann man sich in den vollständig aus
Holz gebauten Bungalows richtig wohl fühlen und bequem mit bis zu vier
Personen unterkommen. Wer sich einmal in der Hängematte niedergelassen
hat, ist schwer wieder raus zu bekommen und nur das leckere Essen
überzeugt einen, dass man diesen einzigartigen Platz verlassen soll.
Wir meinen, dass Prea ideal für Gäste ist, die sportlich auf hohem
Niveau unterwegs sind und sich über einen ruhigen und ausgeglichenen
Urlaub freuen. Es gibt nur ein sehr eingeschränktes Abendprogramm und
man muss diese Ruhe und Gelassenheit genießen können, um einen
einzigartigen Urlaub zu erleben. Wer es gar nicht ohne viele Mitmenschen
aushält, der nutzt den kostenlosen Buggy Service der Rancho do Peixe
und lässt sich am Nachmittag oder Abend nach Jericoacoara shutteln. Ein
Fahrplan dafür hängt an der Rezeption aus.
Jericoacoara. Viele verbinden Windsurfen in Brasilien nach
wie vor mit Jeri. Zu recht zählt es zu einem der besten Windsurfspots
dieser Welt. Der Charme und die perfekte Infrastruktur für Windsurfer
ist nahezu einmalig und, auch wenn es zwischenzeitlich zig Kiteschulen
gibt ,bleibt Jeri das Mekka der Windsurfer.
Wie schon anfangs erwähnt sind wir mit unserem kleinen Fiat Palio in
Jeri eingelaufen. Wie das geht? In Jijoca nimmt man sich einen Guide,
der einem das Auto einen um 5 km längeren Weg durch den Nationalpark
fährt. Anfangs darf man noch selbst am Steuer bleiben, aber bevor es auf
die sandigen Dünenwege geht, übernimmt der Guide das Ruder. An einer
kleinen Werkstatt wird angehalten und erst mal etwas Luft aus den Reifen
gelassen, dann geht es abenteuerlich durch die Dünen bis zum Strand auf
dem es dann noch knapp 5 km bis nach Jeri sind. Man erreicht Jeri also
von der nördlichen Seite. Die 30 Real für den Guide sind gut investiert,
alleine findet man den Weg nicht!
Unterkünfte gibt es in jeder Kategorie und für jeden Geschmack ist etwas
dabei. Im oberen Preisbereich ist das Mosquito Blue und das Jeriba nach
wie vor das Maß der Dinge. Das Windjeri, Naquela und die Caso do John
bieten obere Mittelklasse. Sehr guten Standard und ein prima Preis
Leistungsverhältnis bekommt man im Blue Jeri, im Cabana, Ibirapuera,
Surfing Jeri oder Masai Mara. Preiswert, etwas einfacher, aber teilweise
mit viel Charme und der ein oder anderen Besonderheit sind Ibiscus,
Ponta da Preda, , Casa do Tourismo und Casa Suise Brasileira. Bernd und
ich haben im Mosquito Blue und Ponta da Pedra übernachtet und haben die
anderen Unterkünfte in Ruhe angesehen und uns ausführlich informiert.
Meldet Euch einfach, wenn Ihr über die Katalogbeschreibungen hinaus noch
Infos braucht. Oft macht es Sinn ein Zimmer in besonderer Lage zu
wählen oder auf die Superior Zimmer upzugraden. Von Haus zu Haus ist das
unterschiedlich und teilweise richtig sinnvoll.
Der Club Ventos bietet JP und Starboards, die Riggs sind von Neil
Pryde. Aktuell wird das Material gegen die neue 2009er Linie getauscht.
Wir waren noch auf 2008er Material unterwegs, was vollkommen ok war -
das Material wird sehr sorgsam gepflegt. Sicherheit wird groß
geschrieben am Club. Baywatch, Teilnehmerliste und Motorboot sind
Standard und ohne dass es einem als Gast sonderlich auffällt, ist man
immer gut betreut. Der Service ist sicherlich auch das Markenzeichen des
Club Ventos. Internetzugang, Restaurant, Shop, kostenlose Liegen und
Schattenplätze für Club Ventos Gäste. Das alles wird auf hohem Niveau
präsentiert. Auch nicht surfende Gäste fühlen sich hier sehr wohl, vor
allem durch die leicht erhöhte Lage über dem Strand hat man hier ein
schönes Plätzchen gefunden. Zur Happy Hour steigt die Stimmung immer
noch ein bisschen mehr an. Das liegt nicht nur an den leckeren Caipis,
sondern auch an dem gigantischen Sonnenuntergang, den man von der
Station aus erleben kann.
Wer seinen Urlaub im Club Ventos gebucht hat, hat vieles richtig
gemacht! Essen und Trinken in Jeri geht von sehr preiswert bis sehr
edel. Die Auswahl an Restaurants ist gewaltig und man kann in
einheimischen kleinen Eckrestaurants oder beim Italiener Leonardo da
Vinci am Marktplatz einkehren. Je nach Lust und Geldbeutel. Zwischen 5
und 15 Euros sind für ein Abendessen fällig.
Fazit: Jeri is a must! Jeder Windsurfer sollte einmal in seinem
Surferleben in Jericoacoara gewesen sein. In der Regel bleibt es nicht
bei dem einen Mal. Wichtig ist aber zu wissen, dass es die schönsten
Tage im September und Oktober gibt. Der November ist oft recht voll,
dafür lässt es im Dezember wieder etwas nach und wer in Kauf nimmt, dass
der Wind auch mal für einen Tag aussetzt kann auch noch tief in den
Januar hinein reisen. Eine genaue Planung der Unterkunft erfüllt fast
jeden Wunsch in Bezug auf Preis und Leistung. Fehlgriffe gibt es
eigentlich nicht, nur sollte die Erwartung in der Beratung klar
formuliert werden, dann finden wir auch das richtige Zimmerchen für
Euch.
Das war unser Trip durch Ceará. Wir wurden mächtig beeindruckt und
sind mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen zurück in
Deutschland.
Der noch mal einige shortfacts die Ihr beachten solltet:
- Der wichtigste Grund nach Brasilien zu reisen: nahezu 100%
Wind
- Zwischenstopp in Lissabon sinnvoll nutzen, durch die
Zeitverschiebung gewinnt man 1 Stunde und hat ca. 7 Std. Aufenthalt.
- Geldwechsel am Flughafen in Fortaleza, entweder bar oder ihr zieht
mit der EC Karte. Hier sollte man schon einmal ordentlich tauschen. Der
Kurs ist ok und so einfach kommt man sonst nicht mehr an Bargeld.
- Kreditkarten und Kreditkarten Pin mitnehmen. An vielen Stellen kann
man mit Visa und Mastercard Geld kaufen. Einige Rezeptionen tauschen
auch Bargeld
- Internet. Fast in jedem Ort gibt es irgendwo Internetzugang.
Entweder im Hotel oder an der Station. Entweder wireless oder es stehen
PC´s zur Verfügung. (Aktuell nur in Guajiru, Lagohinha und Parajuru kein
Internet).
- Taschenlampe nicht vergessen. Es wird früh dunkel und die
Straßenbeleuchtung lässt oft zu Wünschen übrig.
- Trapez, Boardshort und Lycra (lang- und kurzarm). Schuhe sollten
immer im Gepäck sein, sind aber kein Muss. Neopren kann zuhause bleiben.
- Sonnenschutz. Augen, Kopf und Haut müssen geschützt werden!
- Ausflüge. Haben wir dieses Mal nicht selbst gemacht. Empfehlung ist
der Nord-Ost-Küsten Trip!
- Kombinationen machen Sinn. Die Transfers kosten zwar eine Menge
Geld, aber es macht Sinn, einzelne Orte miteinander zu kombinieren.
Lasst Euch beraten und denkt ggfs. über einen Mietwagen nach.
- Es ist schwer, die Pousadas nach Sternen zu kategorisieren, da sie
meist mit viel Charme und Liebe zum Detail eingerichtet und gestaltet
wurden. 2 oder 2,5 Sterne sind häufig ansprechender als 3 – 4 Sterne in
Griechenland.
- Saison geht von August bis Ende Januar. Jeder Spot hat eine andere
Ausprägung, manchmal ist der Wind moderater und besser zum Kiten
geeignet, manchmal wird der Wind sehr stark, auch hier könnt Ihr Euch
bei uns informieren.
- Reisezeit: Während den Monaten, in denen ihr über “Nahziele“ wie
Ägypten, Griechenland oder die Kanaren nachdenkt, ist Brasilien immer
eine Überlegung wert.
- Der wichtigste Grund nach Brasilien zu reisen: Nahezu 100% Wind